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Wir haben mit der "Ukrainisch-Lutherischen Kirche" eine Schwesterkirche in der Ukraine, mit der wir durch die Konfessionelle-Evangelisch-Lutherische Konferenz (KELK/CELC) verbunden sind. Die Karte zeigt skizzenhaft die Lage der Gemeinden.

Offizieller Vertreter nach Innen und Außen ist Bischof Horpynchuck. Der Sitz des Bischofs und seiner Gemeinde ist in Kiew.

Nach eigenen Angaben hat die Ukrainische Schwesterkirche 2.500 Glieder, die von 11 Pastoren geistlich versorgt und betreut werden.

Pf. Roger Neumann (WELS) steht nach Möglichkeit jeden Tag mit Bischof Horpynchuk in Kontakt und veröffentlicht eine Zusammenfassung des Gesprächs. Eine computergestützte Übersetzung der Zusammenfassungen können Sie hier herunterladen.

Krieg in der Ukraine – Update 06.12.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 06.12.2022

Krieg in der Ukraine – Update 01.12.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 01.12.2022

Krieg in der Ukraine – Update 28.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 28.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 27.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 27.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 26.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 26.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 21.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 21.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 18.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 18.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 15.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 15.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 14.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 14.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 11.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 11.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 09.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 09.11.2022

Krieg in der Ukraine – Update 03.11.2022

Bericht von Pf. Roger Neumann aus seinem Gespräch mit Bischof Horpynchuk - 03.11.2022

Was können wir tun?

Aktuelle Hilsmöglichkeiten finden Sie auch in diesem Beitrag: https://stjohannesgemein.de/2022/03/08/hilfe_ukrainekrise_08032022/

„Schwing dich auf zu deinem Gott, / du betrübte Seele! / Warum liegst du Gott zum Spott / in der Schwermut Höhle? / Merkst du nicht des Satans List? / Er will durch sein Kämpfen / deinen Trost, den Jesus Christ /dir erworben, dämpfen.

 Gottes Kinder säen zwar / traurig und mit Tränen, / aber endlich bringt das Jahr, / wonach sie sich sehnen. / Denn es kommt die Erntezeit, / da sie Garben machen. / Da wird all ihr Gram und Leid / lauter Freud und Lachen.

Ei, so fass, o Christenherz, / alle deine Schmerzen, / wirf sie fröhlich hinterwärts. / Lass des Trostes Kerzen / dich entzünden mehr und mehr. / Gib dem großen Namen / deines Gottes Preis und Ehr! / Er wird helfen. Amen.“

(LG 360,1+11+12)

Liebe Glaubensgeschwister in unserer Ev.-Luth. Freikirche,

mit den Worten von Paul Gerhardt grüße ich Euch ganz herzlich in diesen schweren Zeiten. Morgen tobt der Krieg in der gesamten Ukraine eine Woche. Manche älteren Gemeindeglieder erinnern sich an die eigene Flucht oder Vertreibung während des 2. Weltkriegs, wenn sie die Berichte in den Medien verfolgen. Sie wissen, was es heißt, plötzlich alles zurücklassen zu müssen und nur mit wenigen Habseligkeiten in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Einige von ihnen flohen im Winter. Damals wie heute waren vor allem Frauen und Kinder unterwegs, weil die Männer im Krieg kämpfen mussten.

Doch nicht nur den älteren Gemeindegliedern gehen die aktuellen Berichte über den Krieg in der Ukraine ans Herz. Auch jüngere fragen, wie wir helfen und die Not der Flüchtenden lindern können. Ich weiß von einigen Gemeindegliedern oder deren Nachbarn, die Räume für Flüchtlinge bereitstellen würden. Herzlichen Dank für alle Überlegungen und alle Hilfsbereitschaft!

Mit Ausbruch des Krieges waren unsere Gedanken und Gebete besonders bei unseren Glaubensgeschwistern in der Ukraine aber auch bei denen in Russland. Keiner von ihnen hat sich diesen Krieg gewünscht. Sie wollen genauso lieber im Frieden leben, wie wir. Schon kurz nach Bekanntwerden des Angriffs hat unsere Kirche Kontakte zu Glaubensgeschwistern aufgenommen, um Kenntnis über die Lage und über gezielte Hilfsmöglichkeiten zu bekommen. Wir stehen im Austausch mit Glaubensgeschwistern in der Ukraine, Polen, Tschechien und nicht zuletzt mit der WELS, um mögliche Hilfen schnell und zielgerichtet dorthin lenken zu können, wo die Not am größten ist.

So unbefriedigend es auch klingt, aber momentan ist die Lage noch nicht soweit geklärt, dass wir schnelle und konkrete Hilfe für die Ukrainische Kirche leisten können. Finanzielle Mittel liegen zwar durch den Nothilfefonds der Kirche bereit und könnten schnell eingesetzt werden, aber dazu müssen sich noch geeignete Wege öffnen. Um diese Wege zu finden, steht der Synodalrat weiter in Kontakt mit verschiedenen Ansprechpartnern innerhalb der CELC. Wer möchte, kann in den Nothilfefonds unserer Kirche spenden. Über das Kirchenkonto IBAN DE46 8705 5000 2254 0006 43 unter dem Stichwort Nothilfe Ukraine.

Sobald wir Klarheit haben, wie wir konkrete Hilfe seitens der Kirche leisten können, werden wir die Gemeinden darüber informieren. Bis dahin möchte der Synodalrat Glieder unserer Kirche ermutigen, über andere Organisationen (DRK usw.) allgemeine Hilfe für die notleidenden Menschen zu leisten.

Jesus selbst ermutigt uns: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.“ (Joh 16,23f) Und sein Apostel Johannes schreibt getrieben vom Heiligen Geist: „Das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.“ (1Joh 5,14) Wir alle haben schon jetzt mit dem Gebet und der Zusage offener Ohren eine wunderbare Gabe von Gott bekommen. Wir dürfen wissen: „Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN HERRN, der vom Tode errettet.“ (Ps 68,21) Ja wir dürfen zu dem allmächtigen, souveränen Gott, der niemandem Rechenschaft schuldig ist und dem niemand etwas gebieten kann, „Vater“ sagen. Wie wunderbar ist das! Wie großartig ist es, sein Kind sein zu dürfen. Lasst uns die kostbare Gabe des Gebets reichlich nutzen und Gott um Frieden, Hilfe, Beistand, Trost und Rettung anflehen. Der Monatsspruch im März will uns jeden Tag daran erinnern: „Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen...“ (Eph 6,18). Ein gutes Gebet für unser Anliegen findet sich in unseren Gesangbüchern: „Verleih uns Frieden gnädiglich …“ (LG 202). Die gegenwärtige Lage zeigt uns reichlich Gründe dafür, uns dieses Lied mit seinen Anliegen wieder gern zu eigen zu machen.

Und so möchte ich Euch herzlich im Namen des Synodalrats grüßen, Euch und Euren Lieben eine gesegnete Passionszeit wünschen und mit dem Gebet schließen:

„Verleih uns Frieden gnädiglich, / Herr Gott, zu unsern Zeiten. / Es ist doch ja kein andrer nicht, / der für uns könnte streiten, / denn du, unser Gott, alleine.

Gib unserm Volke und aller Obrigkeit / Fried und gut Regimient, / dass wir unter ihnen / ein geruhig und stilles Leben führen mögen / in aller Gottseligkeit / und Ehrbarkeit. Amen.“

Pr. Michael Herbst (Zwickau-Planitz, 02.03.2022)

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Gott hat uns mit dem Gebet ein mächtiges Mittel in die Hand gegeben, das wir gerne nutzen dürfen. Er lädt uns ein, ihn in der Not anzurufen und verspricht zugleich, dass er uns hören will (Psalm 50,15). Hier finden Sie ein Mustergebet, das Sie gerne nutzen können. Auch in unserem Gesangbuch finden Sie unter Nummer 202 ("Verleih uns Frieden gnädiglich") ein passendes Gebet.

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater,

Wir wissen aus deinem Wort, dass es in dieser gefallenen, sündigen Welt immer Spaltung und Streit, Hass und Brutalität und leider bis zum Ende der Tage auch Kriege und Kriegsgeschrei geben wird. Doch wir wissen auch, dass du der HERR bist und alles in deiner Hand hältst. Und weil du uns geboten hast, für die Regierenden zu beten, kommen wir zu dir und bitten dich: Lenke die Herzen der Mächtigen, schenke Frieden und wehre dem Krieg, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.

In diesen Tagen denken wir dabei besonders an die Menschen in der Ukraine und insbesondere an unsere Brüder und Schwestern in der Ukrainischen Lutherischen Kirche. Halte du deine schützende Hand über sie, ihre Gemeinden und ihre kirchlichen Werke. Wehre der Zerstörung nach deiner Barmherzigkeit. Schütze und erhalte das Leben aller, die in Gefahr sind. Schenke doch Frieden und wirke Verständigung und Versöhnung zwischen den Konfliktparteien.

Für unsere Brüder und Schwestern und für alle, die von Not, Flucht und Entbehrung betroffen sind, bitten wir dich: Sei du ihr Beistand und ihre Hilfe. Gib ihnen Tag für Tag, was sie in den Wirren dieses Krieges brauchen. Vor allem aber gib unseren Brüdern und Schwestern in dieser Bedrängnis Kraft im Glauben und die Möglichkeit, die Verheißungen deines Wortes (persönlich oder online) miteinander zu teilen. Schenke ihnen den Trost des Evangeliums von der Vergebung der Sünden und die Gewissheit der Erlösung in Jesus Christus, die du in deinem Wort und Sakrament zugesagt hast.

Öffne gerade in diesen schweren Zeiten Ohren und Herzen für die feste Hoffnung auf das ewige Leben, die wir durch dein Wort haben dürfen. Gib unseren Glaubensgeschwistern Gelegenheit und Freudigkeit, die rettende Botschaft von Christus mit anderen zu teilen, besonders mit denen, die dich noch nicht kennen. Du kannst auch die gegenwärtige Not zur Ausbreitung des Evangeliums und zum Bau deines Reiches gebrauchen. Lass uns nicht an deiner Macht und Güte zweifeln. All das bitten wir im Namen unseres Erlösers Jesus Christus. Wir vertrauen darauf, dass du uns um seinetwillen lieb hast und gerne hilfst. Dir sei Lob in Ewigkeit.  Amen!